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AUS DER GRÜNDUNGSZEIT



Gegründet wurde der Turnverein Kirrlach am 21. Nov. 1920 im Gasthaus "Zum Lamm". Fest entschlossen, im Geiste von Turnvater Jahn das Turnen in Kirrlach zu betreiben, trafen sich 32 sportbegeisterte Männer zur Gründungsversammlung.

 

Diese Pioniere der Turnbewegung in ihrem Heimatdorf haben es sicherlich verdient, namentlich genannt zu werden. Es waren:

 

Josef Becker, Johann Freidel, Michael Freidel, Philipp Freidel, Julius Hauck, Franz Anton Heger, Ewald Heger, Damian Heiler, Ernst Heiler, Michael Heiler, Valentin Heiler, Konrad Hoffner, Josef Hoffner, Daniel Müller, Adam Oechsler, Alois Oechsler, Blathasar Oechsler, Daniel Oechsler, Karl Oechsler, Karl Oechsler II, Karl Hugo Oechsler, Karl Oechsler, Kornel Oechsler, Alois Riegel, Peter Riegel, Franz Schuhmacher, Leo Schuhmacher, Alois Simon, Simon Vetter, Franz Wirth, Josef Wirth.

 

Zum 1. Vorstand wurde Karl Oechsler und zum 2. Vorstand wurde Kornel Oechsler gewählt. Alois Riegel als 1. Und Peter Riegel als 2. Turnwart, sowie Simon Vetter als Spielwart legten den Grundstein für den Turn- und Spielbetrieb. Daniel Oechsler als Schriftwart, Karl Hugo Oechsler als Kassenart, Daniel Müller als Zeugwart und Franz Schuhmacher als Jugendwart vervollständigten die erste Verwaltung des Turnvereins.

 

Von Schwierigkeit in der Anfangszeit bleib auch der TVK nicht verschont. Doch immer wieder fanden sich Idealisten und Gönner, die dem jungen Verein beistanden. Immer mehr Männer und Jugendliche kamen fortan zu den Übungsstunden. Beim Gauturnfest 1921 in Rheinhausen beteiligte sich der TVK bereits mit 25 Turnern und am 14. Aug. des selben Jahres wagte man sich schon an die Ausrichtung des 1. Turnfestes in Kirrlach.

 

Zu einer schweren Krise und Spaltung im Verein kam es, als die Mehrzahl der Mitglieder für den Beitritt in die Arbeitersportbewegung stimmte. Bei der dadurch notwendig gewordenen Generalversammlung wurde Heinrich Heger am 13. Feb. 1924 zum neuen Vorstand gewählt. Ab August 1924 war das Gasthaus "Zum Grünen Baum" das Vereinslokal des TV.

 


1. KREISTURNFEST IN KIRRLACH

 

Die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung des TVK war schließlich ausschlaggebend dafür, das ihm der damalige Pfalzturngau die Ausrichtung des 1. Kreisturnfestes für den 27.Juli 1926 übertrug, und der junge Verein rechtfertigte das Vertrauen.

 

SPORTLICHER AUFSCHWUNG

 

Die Gründung der Handballabteilung erfolgte 1926. Nach Vereinbarung und Terminabstimmung stellt die DJK ihren Platz für den Spielbetrieb zur Verfügung. Unter der Regie der zwei Abteilungsleiter Linus Heger und Fritz Oechsler veranstaltete der TVK im Jahre 1927 sein erstes Handballturnier, wobei Mannschaften aus Rot, Ketsch, Hockenheim, Oftersheim und Reilingen an den Start gingen.

 

Ludwig Sand wurde im Jahre 1927 Badischer Meister im Weitsprung. Ihm und Rochus Bender wurden im gleichen Jahr im der Verleihung des Reichssportabzeichens in Bronze höchste Auszeichnung zuteil. Beim Gau-Jugendtreffen des Kreises Mannheim errang die Jugend unter Führung von Rochus Bender 1928 den Gauwimpel. Ludwig Sand wurde Sieger beim Deutschen Turn- und Sportfest in Köln, und schließlich wurde unter den Fittichen von Rochus Bender eine Turnerinnen- und Schülerinnen-Abteilung ins Sportprogramm des TVK aufgenommen.

 

1930 wurde unter Vorstand Heinrich Heger ein Spielmannszug gegründet. Gleichfalls 1930 wurde dem Verein an der Karlsruher Strasse ein Waldgelände zur Errichtung eines Sportplatzes zugewiesen. Ludwig Sand, der inzwischen das Amt des Vorsitzenden übernommen hatte, sorgte mit Hilfe seiner unermüdlichen Mitglieder und mit Unterstützung durch die Firma G.A. Müller für eine baldige Bespielbarkeit dieses Geländes. Leider mußte der Sportplatz 1936 wieder abgegeben und der Spielbetrieb erneut auf den DJK-Platz verlegt werden. In der Zeit des Dritten Reiches gab es manche Krise zu meistern. Das vorübergehende Aus kam dann, als der damalige Vorstand Ernst Oechsler und der größte Teil der Mitglieder zum Militärdienst im Zeiten Weltkrieg einberufen wurden.

 


NEUBEGINN IM JAHRE 1945

 

Nach dem Zusammenbruch 1945 wurde dem Turnverein Kirrlach ein weiteres Mal der Sportplatz entzogen; außerdem hatte die US-Militärregierung jegliche Vereinstätigkeit verboten. In zähen Verhandlungen mit der Besatzungsmacht wurde schließlich die Vereinslizenz auf Rochus Bender übertragen, der auch bei der ersten Generalversammlung nach dem Kriege zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Der Wiederbelebung des Sportbetriebs stand damit nichts mehr im Wege.

 

BAU DER TURNHALLE 1951

 

1950 erhielt der Verein ein neues Gelände, und ein Jahr später - Karl Heger führte inzwischen den Verein - wurde bereits der Grundstein für den Turnhallenbau gelegt. Im Juni 1951 wurde ein Fußballabteilung gegründet, die sich mit Beginn der Saison 1951/52 an den Verbandsspielen beteiligte und Jahr für Jahr beachtliche Leistungssteigerungen aufzeigte.

 

Mit dem begonnen Bau der Turnhalle waren die Mitglieder natürlich besonders gefordert. Nach unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden konnte 1953 die Halle ihrer Bestimmung übergeben werden. Viele Vereine beneideten den TVK um das geschaffene Wert, welches nicht nur für den Sportbetrieb, sondern auch für die Durchführung von Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen in den Blickpunkt der näheren und weiteren Umgebung rückte. Ludwig Sand, der 1952 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde, trug zur Fertigstellung der Turnhalle ebenso bei, wie die Ehrenmitglieder Josef Haag und Heinrich Heger sowie die gesamte Verwaltung. Ebenfalls 1952 wurde mit dem Bau eines neuen Sportplatzes begonnen. Dank der Unterstützung durch Bürgermeister Ernst Oechsler konnte der TVK-Vorsitzende Ludwig Sand die US-Army in Ettlingen für die Bereitstellung von Planiergeräten gewinnen, so daß in kürzester Zeit in bespielbares Gelände zur Verfügung stand. Im Laufe der Zeit wurden Umkleide- und Sanitärräume, sowie ein Versammlungsraum an die Turnhalle angebaut.

 


LEICHTATHLETIK AUF DEM VORMARSCH

 

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